Berufsverständnis

ganzheitlich – humanistisch – kreativ

Ziel meines Arbeitens ist, Individuen, Gruppen und Organisationen dabei zu unterstützen, ihre Entwicklungspotentiale zu nutzen und im Einklang mit sich und ihrer Umwelt zu leben.

Grundlage hierfür ist ein humanistisch-systemischer Ansatz, der die Würde des Menschen ernst nimmt. Ein umfassender Begriff von Gesundheit, Gewalt und Gerechtigkeit sind dabei für mich zentral.

Ich fördere eine Kommunikation, die gleichzeitig authentisch und wirkungsbewusst ist, ein Handeln, das selbstbewusst und flexibel ist und eine Persönlichkeit, die stark und empathisch ist und gewappnet im Umgang mit Widersprüchen (Ambiguitätstoleranz).

Gruppen, Teams und Organisationen begleite ich darin, produktiv und menschlich zu sein, durch Strukturen und Prozesse, die dauerhaft eine gelingende fachliche Arbeit ermöglichen.

Im Zentrum meiner Tätigkeiten steht der moderative Ansatz: vermittelnd zwischen ganzheitlichem Blick und differenzierter Perspektive, zwischen Zukunftsvision und pragmatischem Handeln, zwischen verschiedenen Anliegen von Individuen in ihren Lebens- und Arbeitskontexten.

Mein Stil ist geprägt durch eine humorvoll-lebendige Art, analytisches Denken und ein strukturgebendes Leitungsverständnis.

Durch sowohl fokussiert-strukturiertes Arbeiten als auch kreativ-spontanes Handeln versetze ich Einzelpersonen und Gruppen in die Lage, mehr Klarheit, neue Perspektiven und erweiterte Handlungsoptionen zu gewinnen. Die Ressourcen der Beteiligten im Beratungsprozess sind dabei zentrales Arbeitsmaterial.

Meine Arbeit reflektiere ich regelmäßig unter professioneller Supervision und im kollegialen Austausch, die kontinuierliche Weiterbildung ist für mich selbstverständlich.

Qualifikationen

Weiterbildungen

  • 2013 – 2016
    Supervision und Coaching (DGSv/DFP)
    Moreno-Institut, Stuttgart
  • 2012 – 2013
    Kompaktqualifikation “Psychodrama und Organisationsentwicklung” Moreno-Institut, Stuttgart
  • 2011 – 2012
    Kompaktqualifikation “Professionell leiten und beraten in Gruppen und Teams” Moreno-Institut, Stuttgart
  • 2010
    Ausbildung zur Zivilcourage-Trainerin (Göttinger Zivilcourage-Impuls-Training GZIT)
  • 2008 – 2009
    Ausbildung zur Konfliktmediatorin (Standards des Bundesverbandes für Mediation), Friedensbildungswerk (FBK), Köln
  • 2008
    Cool sein – cool bleiben. Handlungskompetenzen in Gewaltsituationen, Frankfurter Kinderbüro
  • 2008
    Frühjahrsakademie Sicherheitspolitik, Zukunftskontinent Afrika Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung und Atlantische Akademie
  • 2004 – 2005
    Systemische Beratung, Kölnerinstitut – Institut für systemische Beratung
  • 2003
    Konstruktive Konfliktbearbeitung im Kommunalen Zusammenhang, Orca Institut, Bad Oyenhausen

Berufliche Tätigkeit
… jenseits der Freiberuflichkeit

  • 2012-2017
    Université du Luxemburg, Integrative Reseach Unit on Social and Individual Development
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Teilzeit in den Projekten:
    Qualität in der Heimerziehung (Ministère de la Famille et de l’Intégration)
    Evaluation der Gesetzesreform Aide à l’Enfance et à la Famille (Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse)
    Young people’s transitions out of Residential and Foster Care (TransCare) (Fonds National de la Recherche)
  • 2006-2007
    Klaus Jensen Stiftung, Trier
    Projektleiterin
  • 2003
    Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Eschborn
    Praktikum im Sektorberatungsvorhaben Krisenprävention und Konfliktbearbeitung
  • 2001
    Dr. Elisabeth Tylden, London (UK), Psychiaterin, Psychotherapeutin und Gerichtsgutachterin
    Forschungspraktikum „Kulte und neue religiöse Bewegungen“
  • 1999-2000 und 2002-2004
    Universität Trier: Frauenbüro, Zentrale für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Fachbereich Ethnologie
    Wissenschaftliche Hilfskraft und Forschungsstudentin
  • 1996-1997
    UCC Emmaüs, Neuilly-Sur-Marne (Frankreich)
    Freiwilliger Dienst im europäischen Ausland
  • 1992-2005
    während Schule und Studium Tätigkeiten in der Gastronomie, auf einer Märchenbühne für Kinder und im Marktforschungsinstitut T.I.P. Biehl und Partner, Trier

Ausbildung

  • 1997 – 2004
    Studium der Diplom-Psychologie, Universität Trier
    Nebenfach: Ethnologie
    Diplomarbeit: Soziale Identität und vergeltende Gerechtigkeit
  • 2000 – 2001
    Auslandsstudium (Social Sciences Diploma)
    University of Kent, Canterbury (UK)
    Politics and International Relations, Sociology, Social Anthropology, Social Psychology

Sprachen

  • Deutsch, Muttersprache
  • Englisch, fließend
  • Französisch, sehr gut
  • Luxemburgisch, erweiterte Grundkenntnisse
  • Spanisch, erweiterte Grundkenntnisse

Methodische Verfahren

In Supervision, Coaching, Organisationsberatung, Konfliktbearbeitung und Training kommen nach Bedarf verschiedene methodische Verfahren zum Einsatz.

Mein Methodenkoffer beinhaltet das sog. Psychodrama, die Konfliktmediation, die systemisch-humanistische Beratung und die Moderation von Gruppenprozessen.

Mein Repertoire und meine Sicht sind zudem geprägt durch: systemische und psychodynamische Ansätze, die Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn, die Transaktionsanalyse nach Eric Berne, die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg und die Theorien und Tools der Sozial- und Kommunikations-psychologie.

Nach diversen Weiterbildungen brachte mich schließlich meine Liebe zum Theaterspielen und mein Wunsch nach Leichtigkeit und Kreativität in der Arbeit zum Psychodrama.

Was mich am Psychodrama begeistert?

Das sog. Psychodrama (inkl. Soziodrama und Soziometrie) erlernte ich in drei Weiterbildungen von 2011 bis 2016 am Moreno-Institut in Stuttgart.

Persönlich stimmig sind für mich das humanistische Menschenbild, die damit verbundenen Werthaltungen und die konsequent soziale Konstruktion des Individuums über seine Rollen.

Mich berühren die Begegnungen und die veränderische Kraft, die dem Verfahren innewohnt, und die auf individueller und kollektiv-systemischer Ebene zur Entfaltung kommen kann.

Aus beraterischer Sicht überzeugt mich, dass man spielend zwischen diagnostischer Tiefe und handlungsbezogener Leichtigkeit, zwischen emotionaler Ergründung und kognitiver Klarheit navigieren kann.

Und, ich will ganz ehrlich sein: Psychodrama macht einfach Spaß!

 

Persönliches

Ich wurde 1976 in Teheran / Iran in eine deutsche Familie geboren und wuchs in der Südpfalz auf.

Seit meiner Schulzeit interessieren mich entwicklungs- und friedenspolitische Themen. Meine interkulturelle Orientierung brachte mich 1996 mit einem Freiwilligendienst nach Frankreich, wo meine Faszination für die Strukturen und Prozesse von Organisationen erwachte.

In meinem Studium in Trier und Canterbury (UK) beschäftigte ich mich mit sozialpsychologischen Fragestellungen, mit Aggression und Gewalt, mit Kommunikation, Konfliktbearbeitung und Gerechtigkeit. Weiterhin interessierten mich interkulturelle und Gender-Themen. Meine berufliche Tätigkeit ist aus diesen Interessen erwachsen, meinen Aufgaben widme ich mich deshalb engagiert und leidenschaftlich.

Seit meiner Schulzeit engagiere ich mich ehrenamtlich. Nach langjähriger Tätigkeit vor allem in der Frauenförderung, in einer Theatergruppe und bei Attac widmete ich mich vor allem der Vereinsarbeit als Mitglied und im Vorstand der Vereine S.I.E. – Solidarität, Intervention und Engagement für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen e. V. und Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts e. V.

Ich lebe in Trier und genieße dort die Nähe zu Frankreich, Luxemburg und Belgien sowie die soziale Einbettung, die durch langjährige Verwurzelung dort besteht.

Vom Moselland zieht es mich immer wieder in meine Lieblingsgroßstädte (Nr. 1: London) und in die weite Welt (gerne Südostasien).

Eine große Rolle spielen in meinem Leben die Musik und die Bewegung: als DJ elektronischer Musik, als Sängerin, beim Tanzen und beim Yoga.